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Freitag, 24. August ...von Radolfzell nach Friedrichshafen

1. Tag unseres Urlaubs "mit Delphinreisen an den Bodensee"!

Teilnehmer:

  • Francesco auf Hilde
  • Scheteffi auf Rita
  • MT auf Fridolin
  • Annää auf Rudolph

Nachdem uns Francescos Mutter am Bahnhof verabschiedet hat und auch unser Zugbegleiter Sushi uns am Durlacher Bahnhof verlassen hatte ging unsere Reise in Karlsruhe so richtig los. Nach einem Kaffeestop beim Bäcker bestiegen wir unseren Zug nach Radolfzell... und mussten erst einmal stehen, weil Analphabeten den Mehrzweckraum bevölkerten. Erst ab Baden-Baden fanden wir sowohl für unsere Drahtesel als auch uns Plätze. Während Malte uns über die bösen Transfette aufklärte, wir ungefähr 20x Madonnas 50. Geburtstag feierten und lernten, dass wenn man auf Mallorca ein billiges Häuschen für 400 Mio € kauft dann immerhin Miete spart (ein Hoch auf das Bahn-TV) zogen die Schwarzwaldstädtchen dahin. In Offenburg wechselte unser Zugpersonal und ab sofort hatten wir richtig Spaß. Lokführer und Kontrolleur waren sehr lustig, auch wenn wir manchmal etwas verwirrt waren. Z.B. als plötzliche die Stimme unseres Kontrolleurs erklang: "An meinen Lokführer! Der Notruf eben war aus versehen und ganz ohne Bedeutung." (bei uns bekannt als "Ode an meinen Lokführer" ).

In Radolfzell angekommen (13 Uhr) packten wir unsere Räder neu und fuhren los. 1. Stop: Getränkemarkt Bodman. Da Radfahren ungemein durstig macht und die Hälfte von uns ihre Getränke schon im Zug getrunken hatte deckten wir uns hier ein. Wegen akutem Luftmangel suchten wir eine aufblasbare Tankstelle...nachdem wir bis Ludwigshafen gekommen waren und nur zwei Tankstellen mit kaputter Luftanlage fanden, kam erstmals MTs Luftpumpe zum Einsatz. Einen weiteren Zwischenhalt legten wir in Unteruhldingen bei den Pfahlbauten ein, diese waren allerdings nicht ohne Eintritt zu besichtigen. Dafür begann es allmählich zu regnen. Aus diesem Grund verzichteten wir auch auf eine Besichtigung von Meersburg. Im nächsten Ort, Hagnau, passierten dann zwei Dinge gleichzeitig: Hilde verlor spontan den Betriebsdruck im (zum Glück) Vorderrad, zweitens setzte konstanter Platzregen ein.

Nachdem eine Reparatur vor Ort nicht möglich war beschlossen Scheteffi und MT im nächsten Ort nach einer Fahrradwerkstätte zu suchen (gewarnt von einer hilfbereiten Weinhändlerin: "Der macht aber um 18 Uhr zu" )eilten die beiden von dannen. Der Fahrradhändler erwies sich als sehr kulant und überließ Francasco nach erfolgreicher Not-OP an Hilde sogar sein Waschbecken (es war weit nach 18 Uhr und er hatte immernoch offen).

Die Weiterfahrt nach Friedrichshafen verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die dortige Infrastruktur verhinderte jedoch, dass eine Tchibo-Filiale zum erwerb einer wasserdichten Regenjacke für MT aufgefunden werden konnte. Dafür erreichten wir endlich die Rezeption unseres Zeltplatzes, die uns beruhigen konnte, was die Öffnungszeiten anging. Wir hatten noch eine satte halbe Stunde Zeit. Der Zeltplatz (http://www.cap-rotach.de/) erwies sich als gepflegt aber nass. Sobald wir die Aufnahmeformalitäten hinter uns gebracht hatten begannen wir mit dem Aufbau der beiden Mini-Zelte. Unsere Hoffnung, es würde nicht mehr regnen, stellte sich als vergeblich heraus. Wir verstauten unser nötigstes Material in den Zelten und hüllten den Rest und unsere treuen Begleiter in Müllsäcke. Dann ließen wir uns auf der Terasse des Camping-Restaurants nieder. Nachdem wir mit kalten Getränken und der besten Pizza der Welt bewirtet wurden ließen wir unseren Tag Revue passieren und hatten nochmal jede Menge zu lachen. Da die Bedienung eine Rechenschwäche hatte (was uns erst am Sonntag auffiel, spricht jetzt nicht unbedingt für unsere Rechenkünste), war auch die Rechnung bezahlbar (wäre sie auch sonst gewesen). Dafür begann der Bodensee seine böse Seite zu zeigen - es wurde zunehmend windiger und regnerischer. Satt und müde versuchten wir, uns in die Zelte einzufädeln. Die Situation dramatisierte sich zusehends, nachdem der Nachtwächter des Platzes uns die Sturmwarnung für diese Nacht mitteilte. Zum richtigen Abspannen der Zelte (bzw. des Zeltes von Annää & Francesco) fehlten uns leider die "Erdnägel". Dank zu kleinen und teilweise undichten Zelten schliefen wir in unserer ersten Nacht am Bodensee ziemlich schlecht und waren am nächsten Morgen dementsprechend drauf.....

26.8.08 17:09
 


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